Geschichte des Hotel Stockalperturm in der Region Simplon
Ankunft
29.07.2017
Nächte
2 X
Personen
2 X
Von Kaspar Stockalper le roi du Simplon gebaut

Geschichte

Von Kaspar Stockalper le roi du Simplon gebaut

Der Stockalperturm in Gondo wurde in den Jahren 1666 bis 1684 von Kaspar Stockalper erbaut. Er war einer der bedeutendsten Schweizer Unternehmer im 17. Jahrhundert und bekannt als der König des Simplons. Er trieb Export- und Importhandel im grossen Stil und war zu jener Zeit die wohl bedeutendste Persönlichkeit im Wallis.

Zum Ausbau des Handels über den Simplonpasse liess Stockalper einen Saumpfad erbauen, mit dem er den Verkehr und Transport über den Simplonpass neu organisierte. Der Stockalperturm, strategisch günstig beim Übergang ins Zwischbergental platziert, verschaffte dem Besitzer eine Übersicht über den Handelsverkehr zwischen dem Wallis und Italien. Der Turm diente als Warenlager und Umschlagplatz für Güter, welche Kaspar Stockalper in grossen Mengen über den Pass führen liess. In dieser Zeit wurde der Turm bereits als Herberge genutzt.

Auch im Schmuggelgeschäft spielte der Stockalperturm eine grosse Rolle. Wegen der grossen Lagerkapazitäten konnten sich die Schmuggler im Turm mit Gütern wie Rauchwaren und Kaffee eindecken, welche zu Fuss über die steilen Felsen am Zoll vorbei über die Grenze transportiert wurden. Der Schmugglerbrunnen neben dem Stockalperturm zeugt von der früheren regen Tätigkeit der Schmuggler. 

Bis in die neunziger Jahre wurde der Stockalperturm von Privaten als Werkstatt, Geschäft und Warenlager genutzt. Bei der Unwetterkatastrophe im Jahre 2000 wurde ein Teil des Turmes zerstört. Bald danach stand jedoch fest, den Turm als Wahrzeichen von Gondo wieder aufzubauen. Dank Spenden zahlreicher Organisationen und der Unterstützung öffentlicher Institutionen war es schliesslich möglich, dieses Vorhaben zu realisieren. Die erste Idee, nämlich die Umgestaltung in ein Museum, wurde zugunsten eines Hotels verworfen. Der Stockalperturm verfügt nun über insgesamt 42 Betten und bietet modernste Seminarinfrastruktur in historischen Gemäuern. In den alten Gewölben befindet sich zudem ein Carnozet.